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JETENERGY European Gas Questions to the gas Sicherung der Erdgasversorgung in Deutschland
Sicherung der Erdgasversorgung in Deutschland PDF Print E-mail
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Deutschland deckt seinen Gasbedarf zu 85 % durch Lieferungen aus dem Ausland. Jede Störung der Versorgung kann zu gravierenden Wirtschaftseinbußen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa führen. Eine Reduzierung dieser Abhängigkeit in naher Zukunft ist nicht absehbar. Im Gegenteil: Die Nachfrage nach Gas wird auch in Deutschland in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Deshalb kommt der Gewährleistung der Gasversorgungssicherheit künftig eine noch deutlich zunehmende Bedeutung zu. Sie ist neben der wettbewerblichen Ausrichtung des Gasmarktes von zentraler Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Daher wird das BMWi die Gasbeschaffungsaktivitäten der deutschen Unternehmen ebenso wie den erforderlichen Ausbau neuer Infrastrukturen im In- und Ausland auch weiterhin aktiv unterstützen.

Defizite in der Versorgung frühzeitig erkennen

Die Gewährleistung der Gasversorgungssicherheit ist in Deutschland primär eine Aufgabe der am Gasmarkt aktiven Unternehmen. Nach dem Energiewirtschaftsgesetz sind die Energieversorgungsunternehmen unter anderem verpflichtet, eine verlässliche leitungsgebundene Versorgung der Allgemeinheit sicherzustellen. Die hierfür erforderlichen Maßnahmen bleiben aber weitgehend den Gasversorgungsunternehmen überlassen - rechtliche Vorgaben beziehen sich im Wesentlichen nur auf die Versorgungssicherheitsziele.

Es ist wichtig, dass eventuell drohende Defizite der Gasversorgung frühzeitig erkannt werden. Die erforderlichen hohen Investitionen in Exploration, Produktion und Infrastruktur bringen in der Regel nämlich sehr hohe Laufzeiten mit sich, bevor sie marktwirksam werden. Daher ist eine rechtzeitige Weichenstellung erforderlich, um Gasversorgungslücken gar nicht erst entstehen zu lassen. Aus diesem Grund ist auf EU-Ebene durch die EU-Versorgungssicherheitsrichtlinie eine "Koordinierungsgruppe Erdgas" eingerichtet worden. Diese soll Maßnahmen prüfen, die auf nationaler Ebene zur Bewältigung größerer Versorgungsunterbrechungen ergriffen wurden und die Mitgliedstaaten bei der Abstimmung von Versorgungssicherheitsmaßnahmen unterstützen.

Die Gasversorgungssicherheit gehört angesichts sich wandelnder Marktbedingungen und zunehmender weltweiter Konkurrenz auf den Beschaffungsmärkten zu einem der zentralen wirtschaftspolitischen Themen in Deutschland und Europa. Der Wandel von regionalen Märkten zu globalen Beschaffungsmärkten macht eine Betrachtung mit internationalem Blickwinkel erforderlich.

Steigende Nachfrage auf den internationalen Gasmärkten

Die weltweite Erdgasnachfrage hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich gesteigert und dieser Trend wird sich Prognosen zufolge auch fortsetzen. Dabei sind die größten Zuwächse in Schwellenländern wie Indien und China zu verzeichnen, gefolgt von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die bis zum Jahr 2030 eine Zuwachsrate von ca. 30 % haben werden. Geschätzt wird ein Verbrauchsanstieg von 480 Mrd. cbm im Jahr 2003 auf 640 Mrd. cbm im Jahr 2020. Zugleich wird diesen Prognosen zufolge die Importabhängigkeit der EU bei absehbar stagnierender bzw. rückläufiger Förderung in Europa von derzeit 60 % auf bis zu 80 % im Jahr 2020 ansteigen.

82 % der weltweiten Gasreserven liegen in unmittelbarer bzw. wirtschaftlich erreichbarer Nähe zu den europäischen Märkten. Die bestehenden Erdgasreserven zeichnen sich durch eine hohe Konzentration aus. Den größten Anteil an den Reserven hat Russland mit 26,4 %, weitere 30 % entfallen auf den Iran (15,4 %) und Katar (14,6 %). Es haben sich vier Weltmärkte mit unterschiedlichen Strukturen und Marktteilnehmern herausgebildet: Neben den drei traditionellen Teilmärkten, dem europäischen, dem nordamerikanischen und dem asiatischen Markt, entsteht derzeit auch ein südamerikanischer Markt. Alle Teilmärkte waren bisher dadurch gekennzeichnet, dass sich Produzenten und Abnehmer durch langfristige Lieferbeziehungen aneinander gebunden haben, um die erforderlichen Investitionen in die aufwändige, kostenintensive Erschließung der Gasfelder und in die Transportinfrastruktur sicherzustellen.

Für den Ferntransport von Erdgas steht als Option neben der Pipeline der Transport in verflüssigter Form, als so genanntes Liquefied Natural Gas (LNG), per Tanker über den Seeweg zur Verfügung. Die europäischen und nordamerikanischen Märkte werden zurzeit zu ca. 90 % über Pipelines versorgt. Der europäische LNG-Anteil entfällt vor allem auf Südeuropa (Italien, Spanien). Dominant ist der LNG-Anteil momentan lediglich auf dem asiatischen Markt (Japan, Südkorea), dessen Gesamtbedarf zu ca. 90 % durch LNG-Importe gedeckt wird.

Im Jahr 2005 machten die LNG-Lieferungen ca. 25 % am internationalen Handel aus. Für die Zukunft wird im LNG-Transport ein rasantes Wachstum prognostiziert. Schätzungen zufolge wird der LNG-Anteil am weltweit steigenden Handelsvolumen auf ca. 30 % im Jahr 2010 und auf ca. 50 % im Jahr 2030 ansteigen. Die weltweit wachsende Gasnachfrage wird voraussichtlich insbesondere aus Kostengründen aber auch aus strategischen Erwägungen über die LNG-Transportkette befriedigt werden. Damit würde der Gasmarkt globaler. Zugleich ist mit dieser Entwicklung ein zunehmend weltweiter Verteilungskampf um die regional begrenzte Ressource Erdgas verbunden.

Die Erdgasversorgung in Deutschland

Erdgas ist mit einem Primärenergieverbrauchsanteil von 23 % nach Mineralöl wichtigster Bestandteil des deutschen Energiemixes. Der Erdgasverbrauch in Deutschland ist zwischen 1990 und 2005 um 42 % angestiegen und betrug 2006 rd. 90 Mrd. cbm/Jahr. Die Bundesrepublik ist damit mit einem Anteil von knapp 18 % am europäischen Gasverbrauch derzeit der zweitgrößte europäische Gasmarkt nach Großbritannien. Maßgeblich für die Entwicklung der Inlandsnachfrage sind die Verbrauchsentwicklungen in den einzelnen Sektoren. Im Sektor der privaten Haushalte ist Erdgas mit einem derzeitigen Anteil von ca. 40 % wichtigster Energieträger am Wärmemarkt. Zu über 90 % wird das Erdgas in diesem Bereich zur Raum- und Wärmeversorgung eingesetzt.

Der deutsche Erdgasbedarf wird neben dem Import per Pipeline bzw. als LNG per Schiff durch Erdgasgewinnung im Inland bzw. Erzeugung von gleichwertigen Substitutionsbrennstoffen, wie etwa Biogas, gedeckt. Deutsch - land wird dabei aber auch zukünftig in hohem Maß von Erdgasimporten abhängig sein: Da nur ca. 15 % des deutschen Erdgasverbrauchs durch Inlandsförderung gedeckt werden können, müssen etwa 85 % des Inlandsbedarfs importiert werden. Nach den USA ist Deutschland somit der weltweit größte Gasimporteur.

Inlandsproduktion

Die Erdgasproduktion beträgt in Deutschland seit Jahren unverändert rund 16 Mrd. cbm. Bei steigendem inländischen Verbrauch und gleich bleibender inländischer Produktion nahm der Anteil heimischer Produktion am Gasverbrauch in den letzten Jahren stetig ab. Einen inländischen Beitrag zur Sicherung der Gasversorgung kann auch die Verwertung von Biomasse und daraus hergestelltem Biogas leisten. Biogas kann zur Entlastung im Wärmemarkt, im Strombereich und im Kraftstoffbereich beitragen. Studien zufolge können bis zum Jahr 2030 rd. 10 Mrd. cbm Erdgas durch Biogas ersetzt werden. Im Rahmen des integrierten Energie- und Klimaprogramms der Bundesregierung wurde die Biogaseinspeisung in das Erdgasnetz verbessert und erleichtert und dadurch wirtschaftlich attraktiv gemacht.

Erdgasimporte

Deutschland bezog seinen Gasbedarf im Jahr 2005 zu rd. 85 % über Importe ausschließlich über Pipelines aus verschiedenen Lieferländern. Über deutsches Territorium werden zudem heute schon erhebliche Gasmengen für andere EU-Staaten transportiert.

Mit einem Anteil von 35 % trug vor allem Gas aus Russland maßgeblich zur Deckung des deutschen Gasverbrauchs bei. Aufgrund der großen Gasreserven Russlands wird es auch weiterhin eine zentrale Rolle für die Gasversorgung Deutschlands und Europas spielen. Aus Norwegen bezieht Deutschland rd. 27 % seines Gasverbrauchs. Norwegen ist nach Russland die zweitwichtigste externe Lieferquelle. Es folgen die Niederlande, die mit derzeit ca. 20 % der drittgrößte Gashandelspartner Deutschlands sind. Die holländische Gasproduktion hat allerdings ihren Höhepunkt bereits überschritten, so dass ein Ausbau dieser Gaslieferungen nicht möglich ist. Gleiches gilt auch für Lieferungen aus Großbritannien, das im letzten Jahr vom Nettoexporteur zum Nettoimporteur von Erdgas geworden ist.

Instrumente zur Sicherung der Gasversorgung

Die Sicherungsaktivitäten der deutschen Gasversorgungsunternehmen stützen sich auf einen breiten Maßnahmenkatalog. Hierzu zählen neben der oben beschriebenen Inlandsförderung insbesondere: Diversifikation der Bezugsquellen und Transportwege, stabile Beziehungen zu Lieferländern und langfristige Gaslieferverträge sowie eine bisher hohe Verlässlichkeit der Versorgungsinfrastruktur inklusive der Unter-Tage-Speicher.

Diversifikation der Bezugsquellen und Versorgungswege

Die deutsche Gasversorgung ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern relativ breit diversifiziert.

Die Gasversorgung in Deutschland erfolgt derzeit aus - schließlich durch Pipelinegas. Aus Norwegen wird das Gas über drei Pipelines mit einer Gesamtkapazität von 54 Mrd. cbm aus verschiedenen Gasquellen nach Emden/ -Bunde gebracht. Russisches Gas wird durch die Jamal Europa (Kapazität 33 Mrd. cbm, Grenzübergangspunkt Malnow) über Weißrussland und Polen sowie durch das Ukraine-Leitungssystem (Kapazität 120 Mrd. cbm, Grenzübergangspunkte Waidhaus, Olbernhau) nach Deutschland und Europa geleitet. Ein weiterer Ausbau des Importpipelinesystems für Europa ist in Planung. Besonders wichtig für Europa und Deutschland ist dabei der Bau der Nord Stream Pipeline, die es erlauben wird, russisches Gasunmittelbar aus Russland zu beziehen. Es handelt sich dabei um eine so genannte Offshore-Pipeline, d. h. eine Leitung, deren Großteil unter Wasser auf dem Meeresboden verläuft. Durch sie soll ab 2010 russisches Gas für den deutschen und europäischen Bedarf von Wyborg nach Greifswald fließen (Kapazität in der Endausbaustufe 55 Mrd. cbm/jährlich).

Wegen des zu erwartenden zusätzlichen Gasbedarfs und aus strategischen Gründen (Diversifikation der Bezugsquellen) wird LNG in Zukunft auch für Deutsch land eine größere Rolle spielen.

Die Deutsche Flüssiggas Terminal Gesellschaft, an der neben E.ON/Ruhrgas auch die VNG Leipzig und BEB Anteile halten, plant in Wilhelmshaven ein LNG-Anlandeterminal. Die Inbetriebnahme des Terminals mit einer Kapazität von voraussichtlich 10 Mrd. cbm jährlich ist für 2010 vorgesehen. Die Realisierung dürfte allerdings nur dann erfolgen, wenn es den Betreibern gelingt, in ausreichendem Umfang LNG am Markt zu beschaffen. Angesichts der Knappheit von LNG und der weltweiten Wettbewerbssituation kommen derzeit nur wenige Länder für größere LNG-Lieferungen auf Basis langfristiger Lieferverträge in Betracht.

Daneben planen deutsche Gasversorgungsunternehmen den Erwerb von Beteiligungen an LNG-Terminals im Ausland (Frankreich, Niederlande, Kroatien).

Durch den verstärkten Einsatz von LNG auch in Deutschland wird einerseits eine weitere Diversifikation der Bezugsquellen möglich. Andererseits müssen sich die deutschen Unternehmen, die in diesem Geschäft tätig werden, auf weltweite Konkurrenz am stark wachsenden Gasweltmarkt einstellen. Der vermehrte Einsatz von LNG könnte auch - insbesondere bei vermehrtem Abschluss von so genannten Spotgeschäften, d. h. außerhalb langfristiger Abnahmeverträge - Auswirkungen auf die Gaspreisgestaltung haben, da die Spotmarktpreise durch eine deutliche Volatilität gekennzeichnet sind.

Langfristige Gasimportverträge

Langfristige Gasimportverträge werden häufig lange vor Erschließung neuer Gasfelder abgeschlossen und haben einen hohen Stellenwert für die Versorgungssicherheit. Sie geben dem Produzenten Sicherheit für zukünftige Absatzmengen und werden als Finanzierungsinstrument für die erforderlichen hohen Investitionen in Exploration, Produktion und Infrastruktur eingesetzt. Diese Lieferverträge haben teilweise Laufzeiten von mehr als 20 Jahren.

Die deutschen Gasimportunternehmen haben langfristige Verträge mit den Lieferländern abgeschlossen. Eine Reihe von wichtigen Verträgen mit der russischen Gazprom sind erst kürzlich bis zum Jahr 2030 bzw. 2035 verlängert und zum Teil aufgestockt worden. 

Speicherung und inländische Netzinfrastruktur

Deutschland verfügt auf Grund günstiger geologischer Gegebenheiten über ausreichende Möglichkeiten für die Einrichtung von Speichern. In der Bundesrepublik stehen derzeit über 43 in Betrieb befindliche Unter-Tage-Speicher (maximale Arbeitsgaskapazität rd. 20 Mrd. cbm) und da - mit die nach den USA, Russland und der Ukraine weltweit größten Speicherkapazitäten zur Verfügung. Die maximale Speicherkapazität reicht gegenwärtig statistisch gesehen für ca. 80 Tage.

Die Speicher dienen in Deutschland in erster Linie der Erfüllung von zwei Aufgaben:

  • Spitzenlastdeckung, d. h. Ausgleich zwischen konstanten Liefer- und Produktionsmengen und Schwankungen beim Verbrauch (Winter/Sommer, wochentags/ Wochenende, Tag/Nacht);

  • Verfügbarkeit bei technischen Störungen bei der Produktion und/oder beim Transport, d.h. Sicherstellung der kurzfristigen Versorgung.

Nach momentanen Planungen zum Ausbau der Speicherkapazitäten in Deutschland soll das vorhandene Arbeitsgasvolumen, d.h. das im Jahresverlauf nutzbare Gasvolumen, um über 20 % erhöht werden.

Fazit

Das markt- und unternehmensgesteuerte Modell der Gewährleistung der Gasversorgungssicherheit hat sich in Deutschland bewährt. Alle wirtschaftspolitischen Weichenstellungen mit Einfluss auf den Energiemix können dabei mittelbar oder unmittelbar Auswirkungen auf Erdgasbeschaffung und Erdgasverbrauch haben. Wegen der hohen Importabhängigkeit ist jede wirtschaftspolitische Entscheidung zur Gestaltung des Energiemixes deshalb zugleich auch für die Energieaußenpolitik relevant. Jeder politische Eingriff in die Rahmenbedingungen für die Erdgasversorgung muss daher insbesondere zwei Prinzipien berücksichtigen.

  • Zum einen muss sichergestellt sein, dass ein für das Investitionsklima günstiger, verlässlicher Ordnungsrahmen besteht. Schließlich sind Investitionen die Grundvoraussetzung für eine langfristig sichere Gasversorgung. Dies gilt umso mehr, als Investitionen im Gasbereich regelmäßig mit hohen Kapitalkosten und einer langen Kapitalbindung verbunden sind.

  • Zum anderen ist ein einheitliches "level-playing-field" für alle Gasversorgungsunternehmen unerlässlich. Denn nur so ergeben sich faire Wettbewerbschancen gegenüber europäischen und weltweiten Gasversorgern, insbesondere auf dem Gasbeschaffungsmarkt. Hierzu zählt auch, dass die maßgeblichen Akteure am Gasmarkt auf "gleicher Augenhöhe" agieren können und Machtgefälle zwischen Produzenten- und Konsumentenländern vermieden werden.

Auch künftig werden die Diversifikation der Bezugsquellen und Transportwege, die Inlandsförderung, stabile Beziehungen zu Lieferanten und langfristige Gaslieferverträge sowie eine hohe Verlässlichkeit der Versorgungsinfrastruktur die wesentlichen Säulen der deutschen Gasversorgung bleiben. Die von den Gasversorgungsunternehmen geplanten infrastrukturellen und beschaffungsseitigen Maßnahmen, sind weitere wichtige Elemente, um die Sicherheit der Versorgung weiter auszubauen. Grundvoraussetzung dafür, dass die notwendigen Zukunftsinvestitionen trotz der hohen Vorlaufzeiten getätigt werden, bleibt weiterhin ein sicherer und zuverlässiger Rechtsrahmen.

Entsprechend der marktwirtschaftlichen Grundausrichtung der Gaswirtschaft liegt die Verantwortung für die Versorgungssicherheit primär bei den betroffenen Unternehmen. Wegen der Schlüsselstellung der Energieversorgung für den Standort Deutschland sind allerdings gesetzliche und administrative Maßnahmen des Staates zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit - insbesondere in Krisenfällen - vorgesehen. Diese greifen im Spannungsfall oder im Fall, dass eine Krise mit marktwirtschaftlichen Mitteln nicht zu bewältigen ist. Im letzteren Fall könnten staatlich veranlasste, verbrauchslenkende Maßnahmen angeordnet werden. Ein derartiges Krisenszenario ist allerdings in der über 40-jährigen Geschichte der Erdgaswirtschaft bisher nicht eingetreten. Das BMWi wird aber gleichwohl angesichts der herausragenden wirtschaftlichen Bedeutung einer sicheren Versorgung die Entwicklungen am nationalen und internationalen Gasmarkt weiterhin sorgfältig beobachten, um eventuellen Fehlentwicklungen rechtzeitig entgegenzuwirken. Es wird - insbesondere vor dem Hintergrund der Globalisierung der Gasmärkte - die Gasbeschaffungsaktivitäten deutscher Gasversorgungsunternehmen weiterhin aktiv unterstützen.

 
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